Kinderzuschlag, Rechner

Den Kinderzuschlag können Familien mit kleinen Einkommen erhalten. Die Eltern haben einen Anspruch auf einen Kindergeldzuschlag wenn Ihr Einkommen für die eigene Lebensführung ausreichend ist, aber für den Familienunterhalt nicht reicht oder nur etwas höher ist. Der Kinderzuschlag beträgt 185 € für jedes Kind. Einkommen und Vermögen können den Zuschlag reduzieren. Berechnen Sie schnell und einfach Ihren Anspruch auf nur einer Seite. Der Kinderzuschlag wird für 6 Monate bewilligt
Grundbedingung: Bruttoeinkommen der Eltern mindestens 900 €. Alleinerzieher 600 €!
Ihre Angaben
Bedarfgemeinschaft mit Partner
Schwangerschaft ab 12. Woche
Kindereinkommen berücksichtigen

Kinder im Haushalt
1.Kind 

Bereinigtes Nettoeinkommen
Unterkunft
Kindergeld
Wohngeld

Ihr Ergebnis
Kinderzuschlag

- Anteiliges Kindereinkommen

- Anrechnungsbetrag

= Kinderzuschlag



Das Kindergeld wird automatisch eingetragen. Es kann aber überschrieben werden!

Bereinigtes Nettoeinkommen

Das bereinigte Nettoeinkommen ist nicht das Nettoeinkommen aus der Gehaltsabrechnung! Fügen Sie das Netto der Gehaltsabrechnung in den folgenden kleinen Rechner ein. Mit den Freibeträgen nach dem SGB II §11b wird das bereinigte Nettoeinkommen ermittelt.

Normales Netto Antragsteller
Normales Netto Partner
Bereinigtes Netto

Mit der Taste ">" wird das bereinigte Netto in den Kinderzuschlagrechner übernommen!

Regelsätze SGB II

Alleinstehend:
Paare je Partner:
Kinder von 0 bis 5 Jahre:
Kinder von 6 bis 13 Jahre:
Jugendliche von 14 bis 17 Jahre :
Erwachsene unter 25 Jahren im Haushalt:

Grundsätzliches

Der Kinderzuschlag wird von der Familienkasse mit dem Kindergeld gezahlt. Die Zahlung ist an Bedingungen gebunden.
  • Sie erhalten Kindergeld für Ihr Kind.
  • Das Bruttoeinkommen von Eltern muss mindestens 900 € betragen. Für Alleinerzieher gilt der untere Grenzwert 600 €.
  • Mit dem Einkommen (anrechenbares Netto, Kindergeld, Wohngeld) und dem Kinderzuschlag muss der Gesamtbedarf der Familie gedeckt sein.
Wenn auch mit einem Kinderzuschlag der Gesamtbedarf nicht gedeckt wird, entfällt der Kinderzuschlag und Sie müssen ALG II beantragen!

Unterkunftskosten

Unterkunftskosten sind nicht nur die Warmmiete, sondern auch:
  • bei Eigentümern die Hypothekenzinsen und die Grundsteuer,
  • die Kosten für Wasser, Abwasser und Brennstoffe,
  • die Gebühren für die Müllentsorgung ...
  • und die Kosten für Heizungswartung und Schornsteinfeger.

Minderung des Kinderzuschlags

Wenn das berücksichtigte Nettoeinkommen höher ist als der Gesamtbedarf der Eltern, wird der Kinderzuschlag gekürzt. 45% des Differenzbetrages (Anrechnungsbetrag) werden vom Kinderzuschlag abgezogen.
Der Gesamtbedarf der Eltern besteht aus dem Regelbedarf der Eltern und dem Wohnkostenanteil. Der Wohnkostenanteil wird mit einem Prozentsatz errechnet, der von der Anzahl der Kinder und dem Familienstatus, alleinstehend oder verpartnert, abhängig ist.

Einkommen von Kindern

Das Einkommen von Kindern reduziert auch den Kinderzuschlag. 45% des Einkommen werden vom jeweiligen Kinderzuschlagsanspruch (185 €) abgezogen. Wenn ein Kind also mehr als 411 € netto verdient, haben die Eltern keinen Anspruch mehr auf den Zuschlag. Das gilt allerdings nur für dieses Kind, die anderen sind davon nicht beeinflusst!
In meinem Rechner haben Sie die Wahlmöglichkeit, mit oder ohne Kindereinkommen zu rechnen.

Kleiner Kinderzuschlag ... lohnt sich der Aufwand?

Er lohnt sich immer! Auch wenn der Kinderzuschlag nur gering ist, haben Sie finanzielle Vorteile. Wer einen Kinderzuschuss bekommt, hat einen Anspruch auf das Bildungs-und Teilhabepaket.
Zu den Leistungen aus Bildung und Teilhabe zählen:
  • eintägige Schul- und Kitaausflüge (tatsächliche Kosten)
  • mehrtägige Klassen- und Kitafahrten (tatsächliche Kosten)
  • persönlicher Schulbedarf (150 € je Schuljahr)
  • die Beförderung von Schülerinnen und Schülern zur Schule (tatsächliche Kosten)
  • Lernförderung (tatsächliche Kosten)
  • die Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in Schule oder Kita (tatsächliche Kosten)
  • die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft (15 € monatlich)
Die Kostenübernahme durch das Bildungs-und Teilhabepaket bei einer Beanspruchung des Kinderzuschlags kann zu einer erheblichen Ersparnis führen!

Berechnungsbeispiele Kinderzuschlag

Beispiel 1: Bedarf der Familie kann mit Kinderzuschlag gedeckt werden.
Ein Ehepaar mit zwei Kindern im Alter von 11 und 16 Jahren hat monatlich einen Bedarf nach dem SGB II von 2.314 €

Kindergeldberechtigter: 389 €
Ehegatte: 389 €
Kind,16 Jahre: 328 €
Kind, 11 Jahre: 308 €
Wohnkosten: 900 €

Die Eltern haben ein Brutto-Einkommen von 2.200 € monatlich. Davon werden beim Kinderzuschlag insgesamt 1.407 € monatlich berücksichtigt. Außerdem erhalten sie monatlich 408 € Kindergeld für die beiden Kinder, sowie Wohngeld in Höhe von 249 €. Die Familie hat somit monatlich 2.064 € zur Verfügung. Zusammen mit einem Kinderzuschlag in Höhe von 370 € hat die Familie ein Gesamteinkommen von 2.434 € und kann ihren Bedarf in Höhe von 2.314 € decken.

Sie ist somit nicht auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen. Die Familie kann einen Anspruch auf Kinderzuschlag geltend machen!


Beispiel 2: Bedarf der Familie kann mit Kinderzuschlag nicht gedeckt werden.
Gleiche Daten wie im vorhergehenden Beispiel 1, nur das Einkommen ist geringer.
Die Eltern haben ein Bruttoeinkommen von 1.800 €. Davon werden beim Kinderzuschlag 1.116 € monatlich berücksichtigt. Zusammen mit 408 € Kindergeld und dem 256 € Wohngeld verfügt die Familie somit lediglich über ein monatliches Einkommen von 1.780 €. Selbst bei Zahlung des Kinderzuschlags würde das Gesamteinkommen von 2.150 € nicht ausreichen, um den monatlichen Bedarf von 2.314 € zu decken.

Statt Kinderzuschlag und Wohngeld kann diese Familie beim Jobcenter Leistungen nach dem SGB II beantragen!


Beispiel 3: Reduzierung des Kinderzuschlags durch das Einkommen der Eltern.
Ein Ehepaar lebt mit drei Kindern in einem gemeinsamen Haushalt. Die monatliche Miete beträgt 900 €. Die Familie hat ein monatliches Bruttoeinkommen in Höhe von 2.750 €. Daraus ergibt sich ein zu berücksichtigendes Nettoeinkommen von 1.536 €.

Kindergeldberechtigter: 389 €
Ehegatte: 389 €
Wohnkosten: 558 €
(62% von der Miete)
Gesamter Bedarf der Eltern: 1.336 €

Die Einkünfte von 1.536 € übersteigen den Bedarf der Eltern um 200 €. 45% davon , also 90 € werden auf den Kinderzuschlag von 555 € angerechnet. Der Kinderzuschlag reduziert sich auf den Auszahlungsbetrag 465 €.

Die Beispiele mit den Zahlen haben ich dem Merkblatt Kinderzuschlag der Arbeitsagentur entnommen. Meine Berechnungen kommen für die Beispiele zum gleichen Ergebnis.
Dieses Merkblatt beschreibt auch die Vermögensanrechnung, die ich nicht berücksichtige.
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