Frugalismus, Auszeit vor Renteneintritt

Sparsam leben und früher aus dem Erwerbsleben aussteigen.
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Grundsätzlich

Frugalismus ist ein Lebensstil, bei dem Menschen extrem sparsam leben, einen Großteil ihres Nettoeinkommens (oft zwischen 30% und 80%) sparen und dieses Geld über die Börse oder Wertpapiere investieren. Das Hauptziel ist finanzielle Unabhängigkeit, um früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen oder das Arbeitspensum zu reduzieren.

Die Kernprinzipien des Frugalismus

  • Hohe Sparquote:
    Ein Großteil des Gehalts wird nicht für Konsum ausgegeben, sondern konsequent zurückgelegt.
  • Bewusster Konsum:
    Ausgaben für unnötige Dinge, teure Verträge oder Luxusgüter werden stark reduziert.
  • Kapitalmarkt-Investments:
    Das Ersparte wird meist in breit streuende Aktien-ETFs, Aktien oder Tages- und Festgeld angelegt, um durch Renditen ein Vermögen aufzubauen.
  • Die 4%-Regel:
    Als Richtwert für die finanzielle Freiheit gilt oft das 25-Fache der jährlichen Lebenshaltungskosten; von diesem Kapital werden jährlich etwa 4% entnommen. Wer beispielsweise 24.000 € im Jahr zum Leben braucht, strebt ein Startkapital von rund 600.000 € an.

Ziele der Bewegung

  • Frührente:
    Viele Frugalisten wollen bereits mit 40 oder 50 Jahren nicht mehr klassisch arbeiten müssen.
  • Mehr Selbstbestimmung:
    Statt eines vollständigen Ruhestands wählen viele den Übergang in Teilzeit, ein Ehrenamt oder eine freie Selbstständigkeit.
  • Weniger Geldsorgen:
    Der Puffer aus Erspartem schafft Unabhängigkeit von Arbeitgebern oder Krisen.