Solarrechner, Photovoltaikanlage

Wenn Sie den Bau eines Hauses planen oder bereits ein eigenes Haus mit geeigneter Dachfläche haben, sollten Sie überlegen, ob nicht der Einbau einer Solaranlage (Photovoltaikanlage, PV-Anlage) sinnvoll ist. Mit dem folgenden Rechner kann der Ertrag der geplanten Anlage grob ermittelt werden. Wenn der Wirkungsgrad nicht bekannt ist, sollten Sie mit einem Wert von 20% rechnen. Der Anbieter der Solaranlagen kann Ihnen auf Anfrage den genauen Wert mitteilen.

Wenn Sie die gesamte Leistung der Solaranlage in das Netz einspeisen, leisten Sie zwar einen Beitrag zum "Umweltschutz", aber wirtschaftlich ist es ein Verlustgeschäft ( Amortisation). Eine Anlage ohne (kostspielige) Speicherbatterien sollte so konzipiert sein, daß die durchschnittliche Grundlast (Eigenverbrauch) von der Solaranlage getragen wird.

Die Strompreise steigen! Schätzen Sie Ihren Energiebedarf und die Kosten mit dem Stromkostenrechner ab und erkennen Sie ein eventuelles Sparpotential.

Photovoltaik, Solarrechner
Ihre Angaben
Anzahl der Solarmodule
Abmessung der Solarmodule

Dachneigung und Ausrichtung
Wirkungsgrad der Solarmodule

Eigenverbrauch der Leistung
Stromkosten pro kWh
Cent

EEG 2023 Volleinspeisung

Ihr Ergebnis
Solarfläche

Nennleistung der Anlage

Jahresleistung


Erstellungskosten (geschätzt)


Wirtschaftlichkeit der Solaranlage

Gewinn


Amortisierung nach


EEG-Reform

Im Juli 2022 wurde das Erneuer­bare Energien Gesetzes (EEG 2023) beschlossen. Als Anreiz für die Installation einer Photovoltaikanlage erhalten Anlagenbetreiber mit einer Anlage bis 10kWp 13,0 Cent pro kWh. Bei einer Anlage über 10kWp 10,9 Cent pro kWh. Bedingung ist allerdings eine Volleinspeisung ins öffentliche Netz!

Wenn Sie den Strom teilweise selber verbrauchen wollen, gelten andere Regeln. Sie erhalten vom Netzbetreiber 8,2 Cent pro kWh bei einer Anlage bis 10kWp und 7,1 Cent bei einer Anlage über 10kWp.
Rechnen Sie selbst ob sich die Investition in eine Anlage lohnt. Ich habe da meine Zweifel.

Mein Rechner ermittelt auch die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage und berechnet auch wann sich die Investion amortisiert hat.

Grundsätzliches

Sie können den erzeugten Strom selbst nutzen und damit Ihre Energiekosten senken oder den Strom ganz oder teilweise in das Netz einspeisen. Der Energiekonzern ist zur Annahme verpflichtet und zahlt dafür eine Vergütung.
Die Einspeisevergütungen sind im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) festgelegt und bleiben 20 Jahre konstant. Bei einer Anlage die ab 2023 in Betrieb genommen wird, muss der Netzbetreiber (abhängig von der Gesamtleistung) ca. 8,2 Cent pro kWh zahlen!

Beispiel: Ihre Anlage hat eine Jahresleistung von 3.000 kWh

  • Leistung voll einspeisen: Netzbetreiber zahlt 13 Ct / kWh.
    Ertrag: 390 €
  • 2000 kWh einspeisen: Netzbetreiber zahlt 164 €
    1000 kWh stetiger Grundverbrauch: Ersparnis 400 € (40 Ct / kWh)
    Bilanz: Ertrag 564 €
Eigenverbrauch geht folglich vor Einspeisung. Planen Sie die Anlage nicht zu groß, sondern orientieren Sie sich am Eigenbedarf. Die Leistungserzeugung einer Solaranlage ist natürlich wetterabhängig keine konstante Größe. Der untere Wert sollte Ihren durchschnittlichen Eigenbedarf decken und die darüber liegende Leistung wird eingespeist und vergütet.

Leistung der Anlage

Die Strahlungswerte in Deutschland liegen zwischen 900 kWh/m² und 1200 kWh/m² pro Jahr abhängig vom Standort. Der Rechner verwendet einen Wert von 1100 kWh/m². Da der Wirkungsgrad der Solarzellen zwischen 8% und 22% liegt, reduziert sich die gewonnene Energie entsprechend. Ausrichtung und Neigung ergeben eine weitere Korrektur im Bereich 100% (Süden, 30 Grad) bis 18% (Norden, 90 Grad)

Eine autarke Versorgung eines Haushalts durch eine Photovoltaikanlage ist bei der Dimension privater Anlagen kaum möglich. Das System ist nicht in der Lage, den Spitzenstrom aufzubringen, wenn Sie z.B. eine Waschmaschine betreiben.

Wirkungsgrad von Solarzellen:

  • Amorphes Silizium 8%
  • Polykristallines Silizium 15% - 20%
  • Monokristallines Silizium 20% - 22%
Der physikalisch maximal Wirkungsgrad einer Solarzelle liegt bei 29,4%. In Laborversuchen wurde bereits ein Wirkungsgrad von 26% erreicht.
Entscheidend für die Bilanz ist allerdings nicht nur der Wirkungsgrad der Zellen, sondern der des gesamten Solarsystems unter Berücksichtigung der Verluste im Wechselrichter und der Länge der Leitungen. Eine gute Installation erreicht heute einen Qualitätsfaktor von 0,8. Dieser Faktor ist bei der Berechnung berücksichtigt!

Kostenabschätzung einer privaten Solaranlage

Die Kosten setzen sich zusammen aus dem Preis der Solarmodule und dem Wechselrichter. Dazu kommen Kosten für Installationsmaterial und Arbeitslohn. Mit 2.500 € für 1kWp sind Sie bei der Planung auf der sicheren Seite

Beim Betrieb einer Solaranlage und der Bewertung der Rentabilität dürfen Sie nicht nur die Herstellungskosten und den Ertrag sehen. Es entstehen auch Wartungskosten (Reinigung), Zählermiete und eine Haftpflichtversicherung ist erforderlich. Ein Ansatz von jährlich 2% der Herstellungskosten sollte ausreichen.
Auch bedenken: eine Solaranlage "lebt" nicht ewig und die Leistung der Anlage wird im Laufe der Zeit abnehmen.

Solarmodul Beispiel

Hyundai HIE-S400VK
  • Nennleistung: 400Wp
  • Wirkungsgrad: 20,4%
  • Abmessungen: 1719x1140x35mm (ca. 2m²)
  • Garantie: 25 Jahre

PV-Anlage mit Batteriespeicher

Auszug aus Wikipedia

Für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers sind zahlreiche Parameter zu berücksichtigen, die häufig mit Unsicherheit behaftet sind:

  • Anschaffungs- und Installationskosten des Speichers und seines Zubehörs (abzgl. eventueller Förderbeträge)
  • Alter und Lebensdauer des Speichers
  • die Höhe der Einspeisevergütung
  • die zukünftige Strompreisentwicklung
  • Wartungs- und Reparaturkosten
  • das Lastprofil (zeitlicher Verlauf des Eigenverbrauchs über den Tagesverlauf und die Jahreszeiten hinweg)
  • das Erzeugungsprofil (zeitlicher Verlauf der Stromerzeugung über den Tagesverlauf und die Jahreszeiten hinweg)
  • der Wirkungsgrad des Wechselrichters und Verluste beim Speichern und Entspeichern
  • eventuelle Finanzierungskosten

Eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin von 2019 im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW stellte für verschiedene Szenarien privater PV-Anlagen einen durchgängig negativen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen fest und kam zu dem Schluss, dass der Speicherkauf unter den getroffenen Annahmen und Rahmenbedingungen heute praktisch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht begründet werden kann. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangte auch eine Studie der RWTH Aachen von 2015. Sie prognostizierte zwar eine sich verbessernde Wirtschaftlichkeit aufgrund fallender Speicherpreise und Einspeisevergütungen, rechnet jedoch erst für ab 2030 installierte Anlagen mit einer ungefährdet positiven Wirtschaftlichkeit.

Solaranlage und Steuern

Jeder Betreiber einer Photovoltaikanlage, der in das Netz einspeist und eine Vergütung erzielt, ist unternehmerisch tätig! Einkommensteuer, Umsatzsteuer und auch Gewerbesteuer bei größeren Einnahmen sind nicht zu vernachlässigen.

Photovoltaik und Politik

Am 17. Juni 2021 hat das Berliner Abgeordnetenhaus (rot-rot-grün) entschieden, dass es ab 2023 eine Installationspflicht für Photovoltaikanlagen bei Neubauten geben soll. Diese Entscheidung passt zum grünen Wahlspruch "Klima retten", ist aber eine überhebliche Anmaßung. Das Klima (Weltklima) würde sich nicht merklich ändern, wenn es Deutschland nicht gebe ... operative Hektik ersetzt geistige Windstille.
(Gruss nach Berlin. Klaus Wowereit vor 15 Jahren, wir sind arm aber "sexy" ... heute ist Berlin nur noch arm.)

Die Kosten trägt natürlich der Bürger. Für Einfamilienhäuser wird eine Leistung von minimal 3 kWp vorgeschrieben. Die Erstellungskosten dieser Anlagen ohne teure Akkus mit einer Einspeisung ins Netz betragen ca. 8.000 €!

Umstieg auf Solarenergie und Kosten

Ein bekannter Anbieter bietet bei einem jährlichen Stromverbrauch von 2.500 kWh eine Solaranlage mit Batterie (3,46 kWp) bestehend aus 12 Modulen (Dachfläche 30m²) an. Preis 14.100 €, monatliche Rate 135 €, Laufzeit 10 Jahre an. Der Gesamtbetrag mit Zinsen ist 16.135 €.
Das entspricht einem Zinssatz von 3%.

Beim Preis von 34,6 Ct/kWh zahlen Sie bei einen jährlichen Verbrauch von 2.500 kWh monatlich 72 €. Die Investition für die Solaranlage ist 16.135 €. Eine Amortisation der Kosten hätte man erst nach 19 Jahren! Bei dieser Berechnung sind die Wartungskosten nicht eingerechnet und ob die Anlage durchhält weiß man auch nicht. Eine Garantie für 20 Jahre gibt es nicht!

Wirtschaftlich rechnet sich der Umstieg auf Photovoltaik in den meisten Fällen nicht, aber die Installationsanbieter sind aktuell befeuert von der "grünen" Politik im "Goldrausch" ;-)
Wenn Sie trotzdem auf Photovoltaik umsteigen haben Sie zwar weniger Geld, aber etwas für den "Umweltschutz" getan und sind dann bei den Guten ;-)
Man muss es sich eben leisten können!

Wärmepumpe statt Gasheizung

Sie wollen Ihre alte Gas-Heizung durch einer Wärmepumpe ersetzen. Gas sparen Sie, aber die Wärmepumpe arbeitet anteilig mit Strom. Welche Gas-Ersparnis und welche Strom-Kosten haben Sie und wann amortisiert sich die Investition. Mein Wärmepumpenrechner informiert Sie! Eventuell ist der Betrieb der Wärmepumpe mit Solarenergie die optimale Lösung.

Stichworte: Solarrechner, Photovoltaik, PV-Anlage, Ertrag, Online-Rechner