Rahmendaten
Grundfreibetrag:
Die kalte Progression ist faktisch eine Steuermehrbelastung. Um dieses auszuschließen müsste der Gesetzgeber die Tarifkennlinie und den Grundfreibetrag jedes Jahr an die Preissteigerungsrate anpassen.
Wenn Sie Ihren "Wohlstand" im nächsten Jahr behalten wollen, sollten Sie beim statistischen Bundesamt die prognostizierte Inflationsrate ermitteln und darauf achten, dass die Nettosteigerung höher ist!
Beispiel
Sie sind ledig, konfessionslos und verdienen aktuell 30.000 € im Jahr und bekommen als Ausgleich für die Inflation von 2% eine entsprechende Gehaltserhöhung. Soweit ... so gut.
Das Bruttoeinkommen steigt um 600 € auf 30.600 €. Das Nettoeinkommen steigt wegen der Progression aber nur von 25.300 € auf 25.724 €. Ohne Progression würde das Nettoeinkommen 25.806 € betragen. Sie haben einen Reallohnverlust von 82 €.
Kalte Progression (Definition Wikipedia)
Kalte Progression ist die Steuermehrbelastung, die im zeitlichen Verlauf entsteht, wenn die Eckwerte eines progressiven Steuertarifes nicht an die Preissteigerungsrate angepasst werden. Im weiteren Sinne wird darunter auch die Steuermehrbelastung verstanden, die dann eintritt, wenn die Tarifeckwerte nicht an die durchschnittliche Einkommensentwicklung angepasst werden. Dagegen gehört jene progressive Besteuerung, die lediglich auf die Einkommensunterschiede zwischen den Steuerpflichtigen in ein und demselben Veranlagungszeitraum abzielt, nicht zu diesem Sachverhalt.
Ein
Antrag der AfD am 26. April 2018 im Bundestag, solche "heimlichen Steuererhöhungen" zu unterbinden, wurde von
allen anderen Parteien in gewohnter Eintracht abgelehnt!
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