Dienstrad-Leasing, Lohnumwandlung

Leasing von Fahrrädern oder Elektro-Bikes ist aktuell für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine interessante Variante zur Steuerersparnis. Beim Fahrradleasing sind der geldwerte Vorteil, die Leasingrate und eventuelle Serviceleistungen oder Versicherungen steuerrelevante Ausgaben. In der Bilanz haben Sie eine erhebliche Ersparnis im Vergleich zum Kauf des Rades. Tragen Sie Ihre Daten in den Rechner ein.
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Leasing

Viele Arbeitnehmer nutzen betriebliche Leasing-Angebote nicht nur für das Auto, sondern auch neuerdings für ein Fahrrad. E-Bikes sind relativ teuer und ein Leasing mit Unterstützung des Arbeitgebers reduziert den Aufwand. Eine Entgeldumwandlung hat Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Leasingverträge laufen in der Regel über 36 Monate. In die Leasingrate kann auch eine Verzinsung, abhängig von Anbieter, eingerechnet sein. Wenn Sie ohne Zinsen (Zinssatz 0%) rechnen ist die Leasingrate Kaufpreis / 36. Ein Vergleich mit kommerziellen Anbietern zeigt, dass eine Berechnung ohne Zins hinreichend genau ist.
Beispiel Marktführer Jobrad: Preis des Fahrrads 2000 €, Arbeitgeber ist vorsteuerabzugsberechtigt, Leasingrate (Lohnumwandlung) 56,55 €.
Mit Kaufpreis / 36 ergibt sich eine Leasingrate (Lohnumwandlung) von 55,56 €. Mit einem Zins von 1,16% käme man auf 56,55 €.

Geldwerter Vorteil

Die Politik hat die Zeichen der Zeit erkannt und fördert Dienstfahrräder, die mit Gehaltsumwandlung genutzt werden. Bei Fahrrädern, die der Arbeitgeber ab dem 1. Januar 2019 dem Arbeitnehmer per Gehaltsumwandlung überlassen hat, muss der geldwerte Vorteil nur mit 0,25% des UVP des Fahrrads versteuern werden. D.h. bei einem E-Bike für 2000 € sind nur 5 € zu versteuern.
Das ist m.E. ein lächerlicher Betrag, auf den der Bundesfinanzminister auch verzichten kann. Der Verwaltungsaufwand ist sicherlich höher!

Leasingverfahren

Ein Geschäft mit vielen Beteiligten, wie Fahradhändler, Leasinggeber (Dienstleister), Versicherungen, Arbeitgeber (Leasingnehmer) und Arbeitnehmer (Nutzer), ist dann erfolgreich, wenn alle (scheinbar) einen finanziellen Vorteil haben. Das kann natürlich nicht stimmen. Es ist ein Modell zur Steuerreduzierung, also verliert der Staat und damit letztlich wir alle.

Beispiel: Fahradpreis 2000 €, Laufzeit 36 Monate, Restsumme 400 €, keine Zinsen

Dienstradleasing ist natürlich "teurer" und damit lohnenswert für den Dienstleister.
Die Kosten relativieren sich, weil mit der Barlohnumwandlung Arbeitgeber und Arbeitnehmer entlastet werden.

Dienstleister, Leasinggeber

Der Dienstleister schließt einen Rahmenvertrag mit dem Arbeitgeber ab. In dem Rahmenvertrag sind die Leasingkonditionen und Raten, eine Laufzeit von 36 Monaten, die Versicherung (Vollkasko), das Angebot von regelmäßigen Servicearbeiten und die Rückgabe des Dienstrads bei Vertragsende geregelt.
Der Leasingvertrag kann natürlich eine Verzinsung enthalten.

Bei einem Zinssatz von 2% erhöht sich die Leasingrate in dem 2000 € Beispiel von 55,56 € auf 57,27 €. Ein Zugewinn 1,71 € klingt unbedeutend, aber bei 50.000 Dienstradverträgen sind es monatlich 85.500 €. Multiplizieren Sie die Leasingrate mit 36, der den Kaufpreis übersteigende Wert im Rechner ist der Zinsgewinn.

Der Dienstleister ist auch Kontaktstelle für Fachhändler und Versicherungen und regelt die Abläufe.

Arbeitgebern, Leasingnehmer

Der Arbeitgeber spart Sozialabgaben und kann die Leasingrate als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen.

Nutzer, Arbeitnehmer

Bei einem Bruttoeinkommen von 3000 € und Steuerklasse I bedeutet eine Lohnumwandlung von Brutto 55,56 € nur einen Nettoverzicht von 31,10 €. Auf die Beispielrechnung angewendet folgt daraus:
Kosten bei Übernahme zum Restwert: 31,10 € * 36 + 400 € = 1519 €, statt 2400 €!

Versicherungen

Beim Fahrradleasing ist eine Versicherung obligatorisch. Es ist meistens eine Vollkaskoversicherung. Die Versicherungsprämie beträgt ca. 5 € pro Monat. Bei deutschlandweit realistischen 50.000 Dienstradverträgen sind 1/4 Million Einnahmen pro Monat eine beachtliche Summe.
Die Versicherungsprämie kann der Barlohnumwandlung zugeschlagen werden, wenn der Arbeitnehmer die Kosten übernimmt.

Fachhändler

Der Fachhändler profitiert mehrfach. Er wird auf der Webseite des Dienstleisters für seinen Regionalbereich genannt. Der Arbeitnehmer sucht bei ihm das Dienstrad aus und holt es ab, wenn der Leasingvertrag mit dem Arbeitgeber fix ist. Im Leasingvertrag wird auch ein Service für das Dienstrad angeboten, den eventuell der Arbeitgeber (Leasingnehmer) bezahlt. Wenn der Arbeitnehmer diese Kosten übernimmt, kann er sie auch steuermindernd zur Gehaltsumwandlung rechnen. Der Service ist natürlich sinnvoll, weil der Arbeitnehmer das Dienstrad nach Vertragsende in einem guten Zustand übernehmen will.

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