Rente mit 63

Das Renteneintrittsalter wird in den Jahren 2012 bis 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Als Argument für diese Maßnahme wird eine Deckelung des Rentenversicherungsbeitrags auf unter 20% angeführt, faktisch ist diese Maßnahme nur eine Rentenkürzung!

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45 RV-Beitragsjahre

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Regelaltersrente 


Rente mit 63 

Rente mit 64 

Rente mit 65 

Rente mit 66 

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Altersrente für langjährig Versicherte

Sie können mit Abschlägen vorzeitig mit 63 Jahren in Rente gehen wenn Sie 35 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Wenn Sie vor 1947 geboren, sind liegt die Regelaltersgrenze bei 65 Jahren und Sie haben bei einem Renteneintritt mit 63 Jahren einen dauerhaften Verlust von 24x0,3%=7,2%.
Sind Sie nach 1964 geboren, liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren. Ein Renteneintritt mit 63 Jahren ergibt einen dauerhaften Verlust von 48x0,3=14,4%.
Bei einem Geburtsjahr zwischen 1947 und 1964 ist der Rentenverlust entsprechend kleiner, siehe Rechner!

Ausnahmen

  • Langjährig Versicherte mit 45 Pflichtbeitragsjahren konnten abschlagsfrei mit 65 Jahren in Rente gehen.
    Wer nach 1963 geboren ist und keine 45 Pflichtbeitragsjahre hat, muß bei einer vorzeitigen Verrentung mit 65 Jahren einen Abschlag von 7,2% hinnehmen.
  • 63-jährige und ältere Erwerbsgeminderte mit 35 Beitragsjahren konnten bis Ende 2023 weiterhin abschlagsfrei eine Erwerbsminderungsrente beziehen. Ab 2024 werden hierfür 40 Beitragsjahre erforderlich sein.
  • Schwerbehinderte Menschen erfahren eine stufenweise Anhebung des regulären Renteneintrittsalters von heute 63 auf 65 Jahren. Frühestens ist hier die Rente ab 62 Jahren möglich. Hiervon unberührt bleibt die Höhe des Abschlags, er beträgt maximal 10,8 Prozent.


Rente mit 63 und 45 Arbeitsjahren (Beitragsjahren)

Die SPD hat in der Koalition die abschlagfreie Rente mit 63 Jahren durchgesetzt! Finanziert wird dieser unsinnige Beschluss nicht aus dem Bundeshaushalt sondern durch den Arbeitnehmer, da normalerweise 2014 nach dem gültigen Rentenrecht die Beiträge zur Rentenversicherung von 18,9% auf 18,3% sinken sollten. Diese Entlastung der Arbeitnehmer entfällt!

Einen Anspruch auf die abschlagfreie Rente mit 63 Jahren haben nur Versicherte, die vor 1953 geboren sind und 45 Beitragsjahre haben!
Für Versicherte mit 45 Beitragsjahren, die später geboren sind, steigt die Altersgrenze für den Bezug einer abschlagfreien Rente kontinuierlich.

Wer nach 1963 geboren wurde, kann nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen, wenn er das 65. Lebensjahr vollendet hat. Das war nach der bisherigen Gesetzeslage auch schon möglich.


Weil die Zeit der Arbeitslosigkeit angerechnet wird, wäre es möglich, sich mit 61 Jahren und 43 Arbeitsjahren arbeitslos zu melden und dann mit 63 Jahren abschlagfrei in den Ruhestand zu gehen! SPD und CDU haben dieses Manko sehr spät entdeckt und am 19.Mai 2014 eine Sperrzeit von 2 Jahren im Gesetz aufgenommen um diese Möglichkeit zu verhindern.

Diese neue Regelung kann man aber umgehen, wenn man sich arbeitslos meldet und nur wenige Stunden in der Woche in einem versicherungspflichtigen Minijob arbeitet. Diese Beschäftigungszeit wird angerechnet und man kann mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen!

Die politisch Verantwortlichen haben es bisher versäumt, den Sachverhalt klar darzustellen. Der Durchschnittsbürger glaubt, er könne nach 45 Arbeitsjahren grundsätzlich mit 63 in Rente gehen. Ein Irrtum!


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