Grundsicherung

Grundsicherung im Alter ist ein aktuelles Thema. Immer mehr Menschen sind gezwungen staatliche Leistungen in Anspruch zu nehmen. Diese Grundsicherung gibt es ab dem regulären Rentenalter oder bei Erwerbsunfähigkeit.
Der Umfang der Leistungen besteht aus dem Regelbedarf, angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarf bei z.B. einer Gehbehinderung und die Übernahme von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen. Tragen Sie Ihre Daten in den Grundsicherungs-Rechner ein und betätigen Sie die Taste "berechnen".

Ihre Angaben
Bruttokaltmiete

Heizkosten

Rente, Pflichtversicherungsbeiträge abgezogen

Witwenrente, Pflichtversicherungsbeiträge abgezogen

Riesterrente

Erwerbseinkommen 

Sonstige Einkünfte 


Bedarfsgemeinschaft mit Partner
Behinderung


Ihr Ergebnis
Monatliche Leistung


Regelleistungen

Regelleistung für einen Alleinstehenden
Regelleistung für Ehepaare oder zusammenlebende Paare


Unterkunft und Heizung

Angemessenheitsgrenze Bruttokaltmiete ohne Heizung. Beispiel:Rellingen, Schleswig Holstein

 Haushalt Grösse Unterkunftskosten 
 1 Person bis 50m²  462 €
 2 Personen  bis 60m² 536 €
 3 Personen bis 75m² 672 €
 4 Personen bis 85m² 803 €

Ein Haus mit 70 Quadratmetern oder eine Eigentumswohnung mit 60 Quadratmetern sind bei einem Alleinstehenden kein Problem.

Heizkosten werden in tatsächlicher Höhe übernommen, wenn sie nicht unangemessen hoch sind.


Einkünfte

Mit dem Bedarf verrechnet werden alle Einkommen, also neben der gesetzlichen Rente auch die Ansprüche aus einer Betriebsrente oder einer privaten Rente.

Ab 2018 (Betriebsrentenstärkungsgesetz) sind aus einer Riesterrente 100 € monatlich zuzüglich 30% der diesen Betrag übersteigenden Summe auf die Grundsicherung nicht anrechenbar (Freibetrag). Der Freibetrag ist allerdings auf 202 € begrenzt. Dieses Gesetz war überfällig!

Vom Einkommen aus nichtselbständiger oder selbständiger Tätigkeit (Erwerbseinkommen) werden 30% nicht angerechnet. Von einem 450 € Job dürfen folglich 135 € behalten werden. Geben Sie das volle Erwerbseinkommen ein.

Bei bestimmten steuerfreien Tätigkeiten (beispielsweise Ehrenamt) werden bis zu 175 € nicht angerechnet.

Auch das erhaltene Pflegegeld wird nicht bei der Ermittlung der Grundsicherung angerechnet.


Was muss beachtet werden?

  • Ersparnisse: Bevor der Staat seiner sozialen Verpflichtung nachkommt und die Renten mit Steuergeldern aufstockt, müssen die Rücklagen des Bedürftigen bis auf einen Freibetrag aufgebraucht werden (§90 SGB XII).

    Dieser Freibetrag ist erheblich niedriger als bei Hartz4-Beziehern und beträgt 2600 € bei einem Alleinstehenden und 614 € für den Partner (Verordnung zur Durchführung des §90 Abs.2 Nr.9 des SGB XII).

  • Eigenes Auto: Wer Grundsicherung im Alter bezieht, darf nur ein eigenes Auto besitzen, wenn der Wert dieses Autos und seine sonstigen Vermögenswerte in der Summe die Vermögensgrenze von 2600 € nicht überschreiten!

  • Private Krankenkasse: Der halbe Basistarif einer privaten Krankenversicherung (PKV) wird übernommen wenn ein "sozialhilferechtlicher Bedarf" besteht.

  • Rundfunk- und Fernsehgebühren: Nach Vorlage des Leistungsbescheids des Sozialamtes bei der GEZ in Köln erfolgt Befreiung von der Gebührenpflicht.

  • Müssen Kinder finanziell einspringen: Wenn die Kinder kein fürstliches Einkommen haben, also 100.000 € im Jahr nach Abzug aller Kosten, müssen sie sich nicht an den Kosten beteiligen. Der Staat verschont Sie!
Impressum  Datenschutzhinweis